Menü ◀ zurück
  1. schwangerinmeinerstadt.de
  2. Informationen
  3. Familie
  4. Gelder & Anträge
  5. Arbeitszeitmodelle im Überblick
News

Arbeitszeitmodelle im Überblick

Kind und Kar­rie­re unter einen Hut zu be­kom­men – das ist für viele Frau­en in Deutsch­land noch immer schwie­rig. Zwar keh­ren 70 Pro­zent der Müt­ter nach drei Jah­ren El­tern­zeit in den Beruf zu­rück, die meis­ten al­ler­dings nur in Teil­zeit. Das ist vor­über­ge­hend für viele ein prak­ti­sches Mo­dell, doch lang­fris­tig wird die Teil­zeit für Frau­en häu­fig zum Kar­rie­re­kil­ler – vor allem, wenn es um Füh­rungs­jobs, bes­se­re Ge­häl­ter und eine ver­nünf­ti­ge Al­ters­vor­sor­ge geht. Laut einer Stu­die hatte schon mehr als jede zwei­te Teil­zeit­be­schäf­tig­te ein­mal das Ge­fühl, in ihrer be­ruf­li­chen Ent­wick­lung be­nach­tei­ligt wor­den zu sein. Doch es gibt noch an­de­re fle­xi­ble Ar­beits­zeit­mo­del­le, die es Fa­mi­li­en er­leich­tern, Job und Nach­wuchs zu ver­ein­ba­ren.

Die wich­tigs­ten Mo­del­le im Über­blick:

Gleit­zeit

In vie­len Un­ter­neh­men ist Gleit­zeit in­zwi­schen üb­lich. Für El­tern ist das ein Rie­sen­vor­teil, da sie selbst be­stim­men kön­nen, wann sie ihre Ar­beit an­tre­ten. Je nach Un­ter­neh­men wird ein Zeit­rah­men fest­ge­legt, in dem die Ar­beits­zeit un­ter­zu­brin­gen ist (bei­spiels­wei­se zwi­schen 6 und 19 Uhr). In der Regel gibt es auch eine Kern­zeit, in der alle Mit­ar­bei­ter an­we­send sein müs­sen, damit wich­ti­ge Mee­tings oder Ab­spra­chen über Ar­beits­ab­läu­fe statt­fin­den kön­nen. El­tern er­mög­licht die Gleit­zeit, etwa Arzt­be­su­che vor oder nach der Ar­beit zu er­le­di­gen oder ein­ge­schränk­te Kita-Zei­ten aus­zu­glei­chen, ohne dass sie von den Kol­le­gen schief an­ge­se­hen wer­den oder die Ar­beits­ab­läu­fe in der Firma ins Sto­cken ge­ra­ten.

Ar­beits­zeit­kon­ten

Bei die­sem Mo­dell legen Ar­beit­neh­mer und Chef eine Stun­den­zahl fest, die der Be­schäf­tig­te in­ner­halb einer be­stimm­ten Zeit (häu­fig im Ver­lauf eines Jah­res) zu leis­ten hat. Dabei gel­ten die durch­schnitt­li­chen Wo­chen­ar­beits­zei­ten meist als Richt­wert. Bei lang­fris­ti­ger Pla­nung ist es so durch Über­stun­den sogar mög­lich, ganze Sab­ba­ti­cals ohne gra­vie­ren­de fi­nan­zi­el­le Nach­tei­le zu er­mög­li­chen. El­tern kön­nen mit den Kon­ten grund­sätz­lich ihre Ar­beits­zeit mehr den in­di­vi­du­el­len Be­dürf­nis­sen an­pas­sen. Für Fir­men ist das Mo­dell unter an­de­rem von Vor­teil, wenn es Auf­trags­schwan­kun­gen gibt – bei­spiels­wei­se wegen des Wet­ters oder an­de­rer Fak­to­ren. Die Be­zah­lung bleibt dabei kon­stant und hängt in­so­fern nicht von den tat­säch­lich ge­leis­te­ten Stun­den in einem Monat ab. Al­ler­dings muss das Stun­den­kon­to, wenn es ins Minus gerät, wie­der aus­ge­gli­chen wer­den.

Te­le­ar­beit/ Home Of­fice

Laut einer ak­tu­el­len Stu­die hät­ten 68 Pro­zent der Deut­schen gerne die Mög­lich­keit, orts­un­ab­hän­gig zu ar­bei­ten – zu­min­dest ge­le­gent­lich oder an fest­ge­leg­ten Tagen in der Woche. Und tat­säch­lich: Seit die Di­gi­ta­li­sie­rung die Ar­beits­welt ver­än­dert hat, wird dank Ta­blet, Smart­pho­ne und WLAN das Ar­beits­le­ben für viele immer mo­bi­ler.
Vor allem das so­ge­nann­te Home Of­fice spielt in ei­ni­gen Be­rufs­spar­ten eine immer wich­ti­ge­re Rolle. Via In­ter­net und Te­le­fon kön­nen viele Auf­ga­ben von zu Hause er­le­digt wer­den. El­tern kön­nen so auch ar­bei­ten, wenn bei­spiels­wei­se das Kind krank ist. Für die Fir­men hat die­ses Mo­dell den Vor­teil, dass die Mit­ar­bei­ter von zu Hause aus in der Regel pro­duk­ti­ver ar­bei­ten, weil es zu we­ni­ger Ar­beits­un­ter­bre­chun­gen kommt und kon­zen­trier­te­res Ar­bei­ten mög­lich ist.

Teil­zeit

In den letz­ten 25 Jah­ren hat sich die Zahl der in Teil­zeit ar­bei­ten­den Frau­en fast ver­dop­pelt, auf heute rund elf Mil­lio­nen Be­schäf­tig­te. El­tern­tei­le, die sich um Kin­der und Haus­halt küm­mern, kön­nen – je nach Ar­beit­ge­ber und Job – 30, 50, 75 oder auch 80 Pro­zent ar­bei­ten. Je nach Stun­den­zahl er­gibt sich meist auch, ob die Ar­beit im Block ge­leis­tet wird (bei­spiels­wei­se Mon­tag bis Mitt­woch in Voll­zeit) oder an jedem Wo­chen­tag mit re­du­zier­ter Stun­den­zahl. Stu­di­en haben üb­ri­gens er­ge­ben, dass zwei An­ge­stell­te mit hal­ben Stel­len mehr schaf­fen als ein Mit­ar­bei­ter mit vol­ler Stun­den­zahl.

Job­sha­ring

Bei die­ser spe­zi­el­len Form der Teil­zeit­ar­beit tei­len sich min­des­tens zwei Ar­beit­neh­mer eine Stel­le. Die Kol­le­gen klä­ren in der Regel selbst mit­ein­an­der, wie die Ar­beit auf­ge­teilt und die An­we­sen­heit or­ga­ni­siert wird. Wich­tig ist es hier, dass die Mit­ar­bei­ter sich ei­gen­stän­dig or­ga­ni­sie­ren kön­nen und ver­trau­ens­voll zu­sam­men ar­bei­ten. Diese enge Zu­sam­men­ar­beit funk­tio­niert aber in der Regel nur, wenn beide Kol­le­gen mit dem glei­chen En­ga­ge­ment ar­bei­ten. Be­währt hat sich das Mo­dell vor allem für Teil­zeit­ar­beits­kräf­te, die an gro­ßen Pro­jek­ten mit­ar­bei­ten oder diese sogar als Füh­rungs­team ver­ant­wort­lich lei­ten.

Wir ver­wen­den Coo­kies, um In­hal­te zu per­so­na­li­sie­ren, Funk­tio­nen für so­zia­le Me­di­en an­bie­ten zu kön­nen und die Zu­grif­fe auf un­se­re Web­site zu ana­ly­sie­ren. Au­ßer­dem geben wir In­for­ma­tio­nen zu Ihrer Ver­wen­dung un­se­rer Web­site an un­se­re Part­ner für Map-Dar­stel­lung und Ana­ly­sen wei­ter. Un­se­re Part­ner füh­ren diese In­for­ma­tio­nen mög­li­cher­wei­se mit wei­te­ren Daten zu­sam­men, die Sie ihnen be­reit­ge­stellt haben oder die sie im Rah­men Ihrer Nut­zung der Diens­te ge­sam­melt haben.
Wei­te­re In­for­ma­tio­nen er­hal­ten Sie in un­se­rer Da­ten­schut­z­er­klä­rung.