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Vorsorgeuntersuchungen

Wer­den­de Müt­ter haben in Deutsch­land ein ge­setz­lich ver­an­ker­tes Recht auf Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen in der Schwan­ger­schaft. Ein genau fest­ge­leg­ter Ab­lauf­plan zeigt, wel­che Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen zu wel­chem Ter­min emp­foh­len wer­den. Diese Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen wer­den von der ge­setz­li­chen oder der pri­va­ten Kran­ken­kas­se über­nom­men. Wei­te­re Tests und Un­ter­su­chun­gen kön­nen von der Mut­ter auf Selbst­kos­ten­ba­sis zu­sätz­lich in An­spruch ge­nom­men wer­den.

Die ge­setz­lich emp­foh­le­nen Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen

Be­rufs­tä­ti­ge Schwan­ge­re müs­sen für alle Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen ohne Ver­dienst­aus­fall von der Ar­beit frei­ge­stellt wer­den.

4.-5. Schwan­ger­schafts­wo­che: Der Schwan­ger­schafts­test
Viele Frau­en nut­zen einen Schwan­ger­schafts­test aus der Apo­the­ke, wenn sie fest­stel­len, dass ihre Re­gel­blu­tung aus­bleibt, wenn die Brüs­te span­nen oder sich mög­li­cher­wei­se eine mor­gend­li­che Übel­keit ein­stellt. Mit­tels Ul­tra­schall be­stä­tigt der Frau­en­arzt/ die Frau­en­ärz­tin ca. ab der fünf­ten Woche die Schwan­ger­schaft, vor­her ist eine Schwan­ger­schaft nur durch einen Blut­test nach­weis­bar. Rein rech­ne­risch be­ginnt die erste Schwan­ger­schafts­wo­che üb­ri­gens mit dem ers­ten Tag der letz­ten Pe­ri­ode!

Ab der 5. Schwan­ger­schafts­wo­che: erste Vor­sor­ge­un­ter­su­chung mit Blut­un­ter­su­chun­gen, Krebs­vor­sor­ge, Aus­stel­len des Mut­ter­pas­ses
Ab der 5. SSW wer­den Schwan­ge­re alle vier Wo­chen un­ter­sucht und be­ra­ten. Die Un­ter­su­chun­gen be­inhal­ten das Wie­gen der Schwan­ge­ren, um die Ge­wichts­zu­nah­me zu do­ku­men­tie­ren, das Mes­sen des Blut­drucks, eine Urin- und eine Blut­un­ter­su­chung, um In­fek­te und Krank­hei­ten aus­zu­schlie­ßen.
Bei der Erst­un­ter­su­chung wer­den zudem Fra­gen zur Fa­mi­li­en­ge­schich­te in Bezug auf Ge­sund­heit, Schwan­ger­schafts- und Ge­burts­ver­läu­fe sowie zu even­tu­el­len frü­he­ren Schwan­ger­schaf­ten ge­stellt. Die gy­nä­ko­lo­gi­sche Un­ter­su­chung, ein­schlie­ß­lich einer ge­ni­ta­len Un­ter­su­chung zum Aus­schluss von Chla­my­di­en (Pilz­in­fek­ti­on), ge­hört eben­falls dazu wie auch ein Test zur Fest­stel­lung der Blut­grup­pe und des Rhe­sus­fak­tors. Die Krebs­vor­sor­ge be­zieht sich auf den Ge­bär­mut­ter­hals. Alle Er­geb­nis­se wer­den im Mut­ter­pass ein­ge­tra­gen, der ein wich­ti­ger Be­glei­ter der wer­den­den Mut­ter ist.

9.-12. Schwan­ger­schafts­wo­che: Vor­sor­ge­un­ter­su­chung und ers­ter Ul­tra­schall
Drei Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen sind wäh­rend der Schwan­ger­schaft vor­ge­se­hen, um die Ent­wick­lung des Babys zu be­ur­tei­len. Zwi­schen der 9. und 12. SSW wird die Größe des Babys (Schei­tel-Steiß-Länge) ge­mes­sen und der Ent­bin­dungs­ter­min be­rech­net, falls das Datum des Ei­sprungs nicht si­cher be­kannt ist. Au­ßer­dem kann der Frau­en­arzt/ die Frau­en­ärz­tin sehen, ob es sich um eine Mehr­lings­schwan­ger­schaft han­delt.

13. Schwan­ger­schafts­wo­che: evtl. Erst­tri­mes­ter-Scree­ning
Wenn die Schwan­ge­re es wünscht, kann in der 13. SSW ein Erst­tri­mes­ter-Scree­ning zur Aus­schluss einer Chro­mo­so­men­stö­rung wie Tri­so­mie 21 (Down Syn­drom) durch­ge­führt wer­den. Dabei wer­den die Na­cken­fal­te des Kin­des bei einer spe­zi­el­len Ul­tra­schall­un­ter­su­chung ge­mes­sen und zwei Blut­wer­te be­stimmt.

Al­ter­na­tiv kann man mit­tels DNA-Blut­test oder „Har­mo­ny-Test“ das Ri­si­ko der Tri­so­mie 21 be­stim­men, diese Tests zah­len die Kran­ken­kas­sen je­doch meist nicht. Der Har­mo­ny-Test ist eine re­la­tiv neue Blut­un­ter­su­chung, bei der eine Blut­pro­be der Schwan­ge­ren zur Un­ter­su­chung in die USA ge­schickt wird. In den im müt­ter­li­chen Blut ent­hal­te­nen Erb­in­for­ma­tio­nen des Kin­des kön­nen Chro­mo­so­men­stö­run­gen wie Tri­so­mie 13, 18 oder 21 oder Mo­no­so­mie X mit sehr hoher Wahr­schein­lich­keit nach­ge­wie­sen wer­den. Die Kos­ten für die­sen Test lie­gen bei rund 300 Euro.

13.-16. Schwan­ger­schafts­wo­che: Vor­sor­ge­un­ter­su­chung
Diese all­ge­mei­ne Vor­sor­ge­un­ter­su­chung ent­hält: Wie­gen, Mes­sen des Bauch­um­fangs, Mes­sen des Blut­drucks, Urin­un­ter­su­chung, Fest­stel­lung des Hö­hen­stands der Ge­bär­mut­ter, Kon­trol­le der kind­li­chen Herz­tö­ne und die Be­ur­tei­lung der Lage des Kin­des.

16.-17. Schwan­ger­schafts­wo­che: Am­nio­zen­te­se, falls not­wen­dig
Eine Am­nio­zen­te­se (Frucht­was­ser­punk­ti­on) ist an­ge­zeigt, wenn das Ri­si­ko einer Chro­mo­so­men­stö­rung er­höht ist. Das Frucht­was­ser ent­hält Zel­len des Kin­des, die per Punk­ti­on ent­nom­men und im Labor un­ter­sucht wer­den kön­nen. Eine Am­nio­zen­te­se wird zum Bei­spiel durch­ge­führt, wenn das Erst­tri­mes­ter-Scree­ning auf­fäl­lig war oder es ge­ne­ti­sche Vor­be­las­tun­gen in der Fa­mi­lie gibt.

17.-19. Schwan­ger­schafts­wo­che: Vor­sor­ge­un­ter­su­chung
In die­sem Zeit­raum führt der Frau­en­arzt/ die Frau­en­ärz­tin wie­der die oben be­schrie­be­nen all­ge­mei­nen Un­ter­su­chun­gen durch.

19.-22. Schwan­ger­schafts­wo­che: Vor­sor­ge­un­ter­su­chung, zwei­ter Ul­tra­schall, even­tu­ell Fein­ul­tra­schall
In der 19. bis 22. SSW kann der Frau­en­arzt/ die Frau­en­ärz­tin Herz, Lunge, Magen, Blase und Nie­ren des Babys er­ken­nen und be­ur­tei­len. Meist kann die Schwan­ge­re zwi­schen dem nor­ma­len Basis-Ul­tra­schall und einem er­wei­ter­ten Ul­tra­schall mit Organ-Scree­ning wäh­len. Ab der 15. Schwan­ger­schafts­wo­che ist das Ge­schlecht des Kin­des er­kenn­bar und kann bei die­sem Ul­tra­schall der Mut­ter auf Wunsch mit­ge­teilt wer­den, wenn es vor­her noch nicht ge­sche­hen ist.

23.-25. Schwan­ger­schafts­wo­che: Vor­sor­ge­un­ter­su­chung
Siehe oben. All­ge­mei­ne Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen dür­fen auch von Heb­am­men durch­ge­führt wer­den, die zur wer­den­den Mut­ter nach Hause kom­men.

24.-27. Schwan­ger­schafts­wo­che: Ora­ler Glu­ko­se­to­le­ranz­test
Der orale Glu­ko­se­to­le­ranz­test dient zur Er­ken­nung eines even­tu­el­len Schwan­ger­schafts­dia­be­tes, der etwa fünf Pro­zent aller Schwan­ge­ren be­trifft. Der Test wird allen Schwan­ge­ren emp­foh­len und eben­falls von den ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­sen über­nom­men.

26.-28. Schwan­ger­schafts­wo­che: Vor­sor­ge­un­ter­su­chung
All­ge­mei­ne Un­ter­su­chun­gen wie oben be­schrie­ben.

29.-30. Schwan­ger­schafts­wo­che: Vor­sor­ge­un­ter­su­chung, drit­ter Ul­tra­schall
In der 29. bis 32. SSW über­prüft der Frau­en­arzt/ die Frau­en­ärz­tin beim Ul­tra­schall Wachs­tum und Lage des Babys sowie die Lage der Pla­zen­ta und die Frucht­was­ser­men­ge. Durch die Mes­sung des Ge­bär­mut­ter­hal­ses kann eine dro­hen­de Früh­ge­burt früh­zei­tig er­kannt wer­den.

ab der 32. Schwan­ger­schafts­wo­che: Blut­un­ter­su­chun­gen (He­pa­ti­tis B), CTG (Kar­dio­to­ko­gramm)
Ab der 32. SSW fin­den die Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen alle zwei statt alle vier Wo­chen statt. Das CTG, an dass die Schwan­ge­re meist im Lie­gen an­ge­schlos­sen wird, dient zur Mes­sung der Herz­tö­ne des Kin­des und der We­hen­tä­tig­keit der Mut­ter.

36. Schwan­ger­schafts­wo­che: even­tu­ell Ab­strich auf B-Strep­to­kok­ken
B-Strep­to­kok­ken im Va­gi­nal- oder Anal­be­reich kön­nen bei der Ge­burt auf das Baby über­tra­gen wer­den. Mit­tels Ab­strich lässt sich eine Be­sie­de­lung nach­wei­sen. Fällt der Ab­strich po­si­tiv aus, kann ein An­ti­bio­ti­kum bei der Ge­burt hel­fen, eine In­fek­ti­on des Kin­des zu ver­hin­dern.

37. Schwan­ger­schafts­wo­che: Vor­sor­ge­un­ter­su­chung, CTG
Wie oben er­klärt.

ab der 40. Schwan­ger­schafts­wo­che: Alle zwei Tage Vor­sor­ge­un­ter­su­chung mit CTG und Be­stim­mung der Frucht­was­ser­men­ge.

Wei­te­re Tests, die von den Kran­ken­kas­sen über­nom­men wer­den

Um mög­li­che Ri­si­ken noch wei­ter aus­zu­schlie­ßen, füh­ren Ärzte/ Ärz­tin­nen oder Heb­am­men im Rah­men der Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen fol­gen­de zu­sätz­li­che Tests ein­ma­lig durch: Rö­teln-, He­pa­ti­tis- und HIV-Test, Un­ter­su­chung auf Sy­phi­lis (Lues-Test). To­xo­plas­mo­se-Test: Bei einem in­di­vi­du­el­lem Ri­si­ko der Schwan­ge­ren wer­den die Kos­ten von der Kran­ken­kas­se über­nom­men.

Bitte be­ach­ten Sie, dass wir hier nur eine all­ge­mei­ne Über­sicht geben kön­nen und las­sen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärz­tin be­ra­ten.

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